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17.09.2026 / Unter welchen Bedingungen funktioniert positive Strafe?

Der ein oder andere hat bestimmt schon mal mit Menschen gesprochen oder zu tun gehabt, die dem Hund „mal eine härtere Hand“ zukommen lassen, damit er besser „funktioniert“.

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Diese antiquierten Ansichten und Methoden stammen noch aus einer Zeit, wo Hunde auch für Kriegsdienste eingesetzt wurden. In den letzten ca. 30 Jahren hat sich die Forschung am Hund drastisch entwickelt und die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse fließen immer häufiger in das Training einiger Hundeschulen ein, so auch bei Pfoten-und-Mensch. Die positive Verstärkung (das Hinzufügen eines angenehmen Reizes) ist die Grundlage, um eine harmonische Beziehung zum eigenen Hund als Familienmitglied aufzubauen.

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Auch positive Strafe funktioniert im Hundetraining. Aber damit eine positive Strafe (das Hinzufügen eines unangenehmen Reizes) im Hundetraining funktioniert, müssen vier grundlegende lerntheoretische Kriterien erfüllt sein. Diese möchte ich euch hier einmal zum besseren Verständnis verdeutlichen. Zudem muss dem Hund immer das gewünschte Alternativverhalten bekannt sein. 

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Die 4 Grundregeln der positiven Strafe

  • Das Timing (0,5 bis 1 Sekunde): Die Strafe muss exakt in dem Moment erfolgen, in dem das unerwünschte Verhalten beginnt. Folgt sie zu früh oder zu spät, verknüpft der Hund sie nicht mit der Tat, sondern oft mit Dir als Person oder der aktuellen Umgebung.

  • Die Intensität: Die Einwirkung muss stark genug sein, um das Verhalten im ersten Moment tatsächlich zu unterbrechen. Ist sie zu schwach, stumpft der Hund ab. Ist sie zu stark, kann dies zu Angst, Meideverhalten oder Aggressionen führen.

  • Die Konsequenz: Die Strafe muss jedes Mal, in jedem gleichen Kontext und ohne Ausnahme erfolgen. Inkonsequenz macht die Strafe für den Hund unberechenbar.

  • Die Verknüpfung: Der Hund muss lernen, sich vom Reiz (der Strafe) abzuwenden und sich stattdessen Ihnen zuzuwenden. Die Strafe darf nicht dazu führen, dass der Hund die unangenehme Erfahrung mit Dir als Halter verknüpft.

Allein diese Punkte durchgängig zu gewährleisten, dazu ist der Mensch grundsätzlich nicht in der Lage.

 

Wichtige Voraussetzungen und Grenzen

  • Vorheriger Aufbau: Positive Strafe korrigiert nur. Sie teilt dem Hund mit, was er nicht tun soll, zeigt ihm aber nicht den richtigen Weg. Der Hund muss das Alternativverhalten bereits kennen und verstanden haben.

  • Tierschutzkonformität: In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz (§ 3) das Zufügen von Schmerzen, Leiden oder Schäden ohne vernünftigen Grund. Aversive Hilfsmittel wie Stachelhalsbänder, Zwangsmittel oder Stromhalsbänder sind tierschutzwidrig.

  • Bindung und Vertrauen: Wissenschaftliche Studien belegen, dass Strafen das Stressniveau des Hundes stark erhöhen und Vertrauen beschädigen. Positive Verstärkung (Motivation) ist lerntheoretisch immer der nachhaltigere Weg, um dauerhaftes Vertrauen und echte Verhaltensänderung zu fördern.

 

Und denkt bitte immer daran: Kein Familienmitglied, egal ob Tier oder Mensch, mag es, ständig „bestraft“ oder gar geschlagen zu werden.

 

Bei Pfoten-und-Mensch trainieren wir im Bereich der positiven Verstärkung. Jegliche Art des strafenden Trainings lehnen wir ab.

12.05.2025 / Kampagne "FAIRPLAY MIT HUND"

IBH-Sondernewsletter:

In den letzten Monaten (Jahren) sind immer mehr «aversiv arbeitende Trainer:innen» auf Social Media und in den Medien aufgetaucht. Sie sind im Marketing äusserst geschickt. Mit spektakulären «Vorher-Nachher-Videos» und Fehlinformationen über das positive Training schaffen sie es leider, viele Hundehalter:innen von ihren Methoden zu überzeugen.

Aus diesem Grund unterstützt der IBH eine neue Kampagne. Entstanden ist sie aus einer Gruppe von positiv arbeitenden Trainer:innen und Hundehalter:innen aus der Schweiz. Sie haben sich vor über einem Jahr zusammengeschlossen, um die Kampagne FAIRPLAY MIT HUND zu starten.

Dachorganisationen sind neben dem IBH die Initiative für gewaltfreies Hundetraining und das Portal Hundeherz.ch.

06.02.2025 / Beitritt zum Sprich Hund Trainernetzwerk

Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses unseres Trainings hat sich Pfoten-und-Mensch dem Sprich Hund Trainernetzwerk angeschlossen. Mehr zu diesem Netzwerk erfahrt ihr hier.

26.01.2025 / Freunde werben

Ihr habt Freunde oder Bekannte, denen ihr unser Angebot und unsere Trainingsphilosophie empfehlen könnt?

Für die Vermittlung von Neukunden zu Einzeltrainings oder Insel-Trail gewähren wir ab sofort 15€ Rabatt. Hier bekommt ihr den Rabatt.

17.01.2025 / Beitrag des IBH e. V. zum Paradigmenwechsel im Hundetraining

Hier geht es zu einem Artikel des IBH zum Paradigmenwechsel im Hundetraining

10.01.2025 / Geschenk-Gutscheine

Ab sofort könnt ihr die Leistungen von Pfoten-und-Mensch auch als Gutschein an eure Familienmitglieder, Freunde und Bekannte verschenken. Den Gutschein findet ihr hier.

06.11.2024 / Veranstaltungen 2025 online

Die Angebote für das Jahr 2025 sind nun online und können ab sofort gebucht werden.

05.08.2024 / Vorankündigung Veranstaltungen 2025

Im kommenden Jahr 2025 gibt es im Zeitraum Februar bis November regelmäßige monatliche Angebote zu "Beschäftigung & Spiele" (1. Sonntagnachmittag im Monat)  sowie "Insel-Spaziergang" (3. Sonntagnachmittag im Monat). Zudem ist ein Kurs "Antigiftködertraining" geplant.

14.02.2024 / Videothek neu online

Eine Sammlung von Videos findet ihr ab sofort unter "Start" → "Videothek"

12.02.2024 / Pfoten-und-Mensch jetzt auch auf Social Media

Pfoten-und-Mensch findet ihr jetzt auch auf Facebook. Folgt uns hier...

14.09.2023 / Nicht nachmachen! Hundetraining im TV

Nicht nur Pfoten-und-Mensch....

auch der IBH e. V. kritisiert Hundetraining im TV und Gewalt in der Ausbildung von Hunden.

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Hier geht es zur Stellungnahme

29.08.2023 / Pfoten-und-Mensch nun "geprüftes Mitglied im IBH e. V."

Liebe Freunde von Pfoten und Mensch,

 

viele Hundeschulen werben mit Aussagen, mittels positiver Verstärkung zu trainieren.

Wir sind einen Schritt weiter gegangen und haben unser Trainingskonzept durch den Internationalen Berufsverband der Hundetrainer:innen und Hundeunternehmer:innen e.V. (IBH) prüfen und bestätigen lassen.

 

Pfoten-und-Mensch freut sich mitteilen zu können, dass wir ab sofort die Bezeichnung "geprüftes Mitglied im IBH e.V." führen dürfen und vertreten damit das Leitbild des IBH e.V. für Ethik, Umgang und Training mit Menschen und ihren Hunden. Damit gehören wir zu den derzeit nur ca. 280 Hundeschulen im Raum D/A/CH, die diesen Zusatz führen dürfen.

 

Mit diesem Engagement unterstreicht Pfoten-und-Mensch den respektvollen, empathischen und individuellen Umgang mit dem Mensch-Hund-Team, gewaltfreie Ausbildung und Betreuung ihres Partners Hund auf Basis positiver Verstärkung sowie Kompetenz rund um den Hund durch wissenschaftlich fundiertes Fachwissen und ständige Weiterbildung.

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